Mit Lieb bin ich umfangen

1. Mit Lieb bin ich umfangen, Herz allerliebste mein;
nach dir steht mein Verlangen, könnt’s oder möcht’s gesein.
Könnt ich dein Gunst erwerben, käm ich aus großer Not;
viel lieber wollt ich sterben und wünscht mir selbst den Tod.

2. Herzlieb, denk an die Treue, die mir verheißen hast,
und lass dich’s nit gereuen stetig, ohn Unterlass.
Dein Treu hast mir versprochen in rechter Stetigkeit;
s’bleibt selten ungerochen, Herzlieb, nit von mir scheid!

3. Wie soll ich von dir lassen, es kost mir meinen Leib,
dazu zwingt mich ohnmaßen, dass ich nit von dir scheid.
Dir hab ich mich ergeben, in rechter Stetigkeit,
dieweil ich hab das Leben, Herzlieb, nit von mir scheid!