Maienzeit bannet Leid

Maienzeit bannet Leid

Maienzeit bannet Leid!
Fröhlichkeit ist gebreit
über Berg und Tal und grüne Auen.
An dem Rain Blümelein,
groß und klein, neu erschein’
weiße, rote, gelbe und die blauen.
Rings im Gras sind hoch sie aufgesprungen.
In dem Wald mannigfalt
Sang erschallt, daß es hallt.
Wahrlich besser ward er nie besungen.

Alles Leid bannet weit Maienzeit!
Schürz dein Kleid, junge Maid,
jetzt flink zum frohen Reihen!
Band und Kranz, Perlenglanz,
schmück dich ganz für den Tanz
hold und heiter mit dem jungen Maien.
Hell ertönt das Klingen der Schalmeien
durch den Wald, daß es hallt
tausendfalt; jung und alt
schwingt sich heut im flinken,
frohen Reihen.