Bekränzt mit Laub

 

Bekränzt mit Laub den lieben, vollen Becher
und trinkt ihn fröhlich leer, und trinkt ihn fröhlich leer!
In ganz Europia, ihr Herren Zecher,
ist solch ein Wein nicht mehr, ist solch ein Wein nicht mehr,
ist solch ein Wein nicht mehr, ist solch ein Wein nicht mehr.

Ihn bringt das Vaterland aus seiner Fülle,
wie wär’ er sonst so gut! … wie wär’ er sonst so gut!
Wie wär’ er sonst so edel, wäre stille
und doch voll Kraft und Mut, und doch voll Kraft und Mut,
und doch voll Kraft und Mut, und doch voll Kraft und Mut.

Er wächst nicht überall im Deutschen Reiche,
und viele Berge, hört, … und viele Berge, hört,
sind, wie die weiland Kreter, faule Bäuche
und nicht der Stelle wert, und nicht der Stelle wert,
und nicht der Stelle wert, und nicht der Stelle wert.

Thüringens Berge, zum Exempel, bringen Gewächs,
sieht aus wie Wein, … sieht aus wie Wein,
ist’s aber nicht, man kann dabei nicht singen,
dabei nicht fröhlich sein, dabei nicht fröhlich sein,
dabei nicht fröhlich sein, dabei nicht fröhlich sein.

Im Erzgebirge dürft ihr auch nicht suchen,
wenn Wein ihr finden wollt, wenn Wein ihr finden wollt,
das bringt nur Silbererz und Kobaltkuchen
und etwas Lausegold, und etwas Lausegold,
und etwas Lausegold, und etwas Lausegold.

Der Blocksberg ist der lange Herr Philister,
er macht nur Wind, wie der, er macht nur Wind, wie der,
drum tanzen auch der Kuckuck und sein Küster
auf ihm die kreuz und quer, auf ihm die kreuz und quer,
auf ihm die kreuz und quer, auf ihm die kreuz und quer.

Am Rhein, am Rhein, da wachsen unsre Reben,
gesegnet sei der Rhein! . . . gesegnet sei der Rhein!
Da wachsen sie am Ufer hin und geben
uns diesen Labewein, uns diesen Labewein,
uns diesen Labewein, uns diesen Labewein.

So trinkt ihn denn, und laßt uns allewege
uns freu’n und fröhlich sein! . . . uns freu’n und fröhlich sein!
Und wüßten wir, wo jemand traurig läge,
wir gäben ihm den Wein, wir gäben ihm den Wein,
wir gäben ihm den Wein, wir gäben ihm den Wein.