Zur Ewigkeit

Was eilst du so,
Du Bächlein froh,
Durch’s grüne Thal dahin?
So bleib doch hier
Und spiel mit mir,
Weil ich so gut dir bin!

Das Bächlein spricht:
Das kann ich nicht,
Dazu hab’ ich nicht Zeit!
Hab’ viel zu thun
Und darf nicht ruhn,
Muß heute noch gar weit!

Muß hurtig gehn,
Das Mühlrad drehn,
Dort unten in dem Thal;
Muß tränken auch
Nach altem Brauch
Die [Blümlein]1 allzumal.

Die Schäflein klein
Dort warten mein,
Schrein dürstend schon nach mir.
Drum bring ich schnell
Vom frischen Quell
Das Wasser ihnen hier!

Dann muß ich hin
Zur Bleicherin,
Muß gießen dort ihr Tuch,
Bis daß es rein
Und weiß mag sein,
Hab’ ich nicht Müh’ genug?

Leb’ wohl, mein Kind,
Ich muß geschwind
Nun an die Arbeit gehn;
Zum Meer ist’s weit,
Hab’ keine Zeit,
Bei dir hier lang zu stehn!