So wünsch ich ihr ein gute Nacht

1. So wünsch ich ihr ein gute Nacht,
bei der ich war alleine.
Ein traurig Wort sie zu mir sprach:
Wir zwei wir müssen scheiden.
Ich scheide weit, Gott weiß die Zeit.
Wied’r kommen das bringt Freude.

2. Und nächten da ich bei ihr was,
ihr Ang’sicht stund voll Röte;
sie sah den Knaben freundlich an:
Der liebe Gott tu dich behüten,
mein Schimpf und Scherz! Scheiden bringt Schmerz,
das bin ich worden innen!

3. Das Mägdlein an dem Laden stund,
hub kläglich an zu weinen:
Gedenk daran, du junger Knab,
lass mich nicht lang alleine!
Kehr wieder bald, mein Aufenthalt,
lös mich von schweren Träumen!

EMPFEHLUNGEN A-Z

4. Der Knab wohl über die Heide reit,
er warf sein Rößlein herumme:
Nu gsegen dich Gott, mein schönes Lieb,
wend diene Red nicht umme!
Beschert Gott Glück, wend nimmer zurück,
ade, meins Herzen ein Krone!

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