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Märchen Ursprung und Bedeutung

Märchen haben ihren Ursprung in der mündlichen Überlieferung und wurden erst später schriftlich festgehalten. Sie waren ursprünglich Teil des Volksglaubens und dienten der Vermittlung wichtiger moralischer Werte. Die Bedeutung von Märchen geht jedoch weit über die Vermittlung von Moral hinaus. Sie sind ein Spiegel unserer Gesellschaft und zeigen uns auf phantastische Weise, wie wir mit den Herausforderungen des Lebens umgehen können.

Dabei ist es besonders interessant zu beobachten, wie sich Märchen im Laufe der Zeit verändert haben. Viele bekannte Geschichten wie “Rotkäppchen” oder “Hänsel und Gretel” wurden im Laufe der Jahrhunderte immer wieder neu interpretiert und adaptiert. Heute dienen Märchen vor allem der Unterhaltung von Kindern – aber auch Erwachsene können viel von ihnen lernen.

Denn hinter jeder Geschichte steckt eine tiefere Botschaft, die uns helfen kann, unser eigenes Leben besser zu verstehen. So kann uns die Geschichte vom “Froschkönig” lehren, dass es manchmal notwendig ist, über den eigenen Stolz hinwegzusehen und anderen eine Chance zu geben. Oder die Geschichte von “Aschenputtel”, die uns zeigt, wie wichtig es ist, an seine Träume zu glauben und hart dafür zu arbeiten.

Märchen können auch helfen, schwierige Themen anzusprechen – sei es der Umgang mit Verlust oder die Überwindung von Ängsten. Durch die fiktiven Figuren und Handlungen können sich Kinder (und Erwachsene) auf einer emotionalen Ebene mit diesen Themen auseinandersetzen.
Aber nicht nur inhaltlich sind Märchen wertvoll, auch sprachlich haben sie ihren Reiz.

Die oft poetische Sprache lässt Bilder im Kopf entstehen und regt so die Fantasie an. In einer Welt voller Technik und schneller Unterhaltung bieten Märchen daher eine willkommene Abwechslung. Sie erinnern uns daran, dass wir alle noch ein Kind in uns tragen – ein Kind, das Geschichten liebt und aus ihnen lernen kann.

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