Laßt den Leib am Galgen hangen

Laßt den Leib am Galgen hangen

G Es gibt doch kein D schöner Leben
G in der gan- C zen D7 weiten G Welt
G als das Straßen- D räuberleben,
G morden um C das D7 liebe G Geld!
G In den Wäldern D umzustreichen,
G große Leute D zu erreichen;
G fehlt es uns an D Geld oder Kleid,
G bringen’s uns C die D7 Wanders- G leut.

 

1. Es gibt doch kein schöner Leben
in der ganzen weiten Welt
als das Straßenräuberleben,
morden um das liebe Geld!
In den Wäldern umzustreichen,
große Leute zu erreichen;
fehlt es uns an Geld oder Kleid,
bringen’s uns die Wandersleut.

2. Kommt ein Herr daher gegangen,
greifen wir ihn ernsthaft an.
Mit sei’m Geld darf er nicht prangen,
denn wir sind ein‘ Räuberband.
Kommt eine Kutsche oder Wagen,
tun wir sie nicht lange fragen,
hauen, stechen, schießen tot,
Ist das nicht ein schön Stück Brot:‘

3. Sehn wir Galg‘ und Räder stehen,
bilden wir uns herzhaft ein:
einmal muss es doch geschehen,
einmal muss gehangen sein.
So steigen wir aus dem Weltgetümmel
auf eine Leiter gegen Himmel,
lassen uns vom Wind schwenken aus und ein
bis wir abgefault sein.

4. Lasst den Leib am Galgen hangen,
denn er ist der Vögel Greif.
Lasst ihn hin und her sich wanken,
bis die Knochen werden weiß.
Lasst ihn liegen in der Erden
von den Wurm‘ gefressen werden
weit schöner ist’s in der Luft
als in einer Totengruft.