I bin der Fürst der Wälder

I bin der Fürst der Wälder

G7 I C bin a boarisch Hiasl,
Koa Kugel geht mar G7 ei,
drum fürcht i koan C Jaga
und G7 sollts der Teifi C sei.

 

1. I bin a boarisch Hiasl,
Koa Kugel geht mar ei,
drum fürcht i koan Jaga
und sollts der Teifi sei.

2. Im Wald drauß is mei Hoamat,
im Wald drauß is mei Lebn,
da schiaß i Reh und Hirschal,
und Wildschwein a daneben.

3. Was soll i mi a fürchtn,
mei Kugel trifft ja guat,
und wenn die Streifn kemma,
Des sagt ma z’erscht mei Gmüat

4. Und wenns mi a umringa,
de dumma Eslköpf,
sehgns mi, den boarisch Hiasl,
so lafas glei, de Tröpf.

5. Und tuan mi d’Feind vafolgn
und lassn mia koa Ruh,
kriag i halt oan in d’Finga,
so muaß eis büaßn gnua.

6. A himmilanga Jaga,
hat droht, er hängt mi auf,
dawei is umkehrt ganga,
wia oft im Lebnslauf.

7. Im Wald san mir zammenkemma,
des hat koa Mensch net denkt,
beim Schopf hab i eahm genomma
und schnell am Baum naufghängt.

8. I bin der Fürst der Wälder,
und koana is mir gleich,
so weit der Himmi blau ist,
so weit geht a mei Reich.

9. Das Wild auf weiter Erde
is freies Eigentum,
drum laß i mi net hindern,
denn wers net schiaßt, war dumm.

10. Es gibt koa schönres Lebn,
wia i führ auf da Welt,
da Bauern gebn ma z’essn,
und wenn is brauch, a Geld.

11. Drum tua i d’Felder schützen
mit meine tapfren Leut,
und wo i a nur hikimm,
o Gott, da is a Freud!

12. Und kommt die letzte Stunde
und schliaß i d’Augen zua,
Soldaten, Schergn und Jaga,
erst dann habts ös a Ruah.

13. Da wird sich’s Wild vermehren
und springen kreuzwohlauf,
und d’Bauern, die wer’n ruafn:
„Steh, Hiasl, steh doch auf!“