Gitarren-Lexikon W
Wah-Wah
Das Wah-Wah ist ein Effektpedal, das den Klang einer E-Gitarre durch die Veränderung bestimmter Frequenzen formt. Der Name leitet sich vom charakteristischen „Wah“-Geräusch ab, das beim Bewegen des Pedals entsteht. Durch das Anheben und Absenken eines Frequenzbereichs wird ein sprechender und ausdrucksstarker Klang erzeugt. Besonders in Rock, Funk und Blues ist das Wah-Wah weit verbreitet. Berühmte Gitarristen wie Jimi Hendrix oder Slash nutzten diesen Effekt häufig in ihren Soli. Das Pedal kann sowohl rhythmisch als auch melodisch eingesetzt werden und erweitert die kreativen Möglichkeiten erheblich. Das Wah-Wah zählt zu den bekanntesten Gitarreneffekten überhaupt.
Wechselschlag
Der Wechselschlag, auch Alternate Picking genannt, ist eine grundlegende Anschlagstechnik auf der Gitarre. Dabei wechseln sich Abschläge (Downstrokes) und Aufschläge (Upstrokes) mit dem Plektrum regelmäßig ab. Diese Technik ermöglicht schnelles, präzises und effizientes Spielen von Tonleitern, Riffs und Soli. Durch die gleichmäßige Bewegung der Anschlagshand wird der Spielfluss verbessert und die Ermüdung reduziert. Besonders in Rock, Metal und Jazz gehört der Wechselschlag zu den wichtigsten technischen Grundlagen. Anfänger sollten zunächst langsam üben und das Tempo schrittweise erhöhen. Ein sicher beherrschter Wechselschlag verbessert Timing, Geschwindigkeit und Kontrolle und erweitert die spielerischen Möglichkeiten erheblich.
Westerngitarre
Die Westerngitarre, auch Steelstring-Gitarre genannt, ist eine akustische Gitarre mit Stahlsaiten und einem lauten, durchsetzungsfähigen Klang. Im Vergleich zur Konzertgitarre besitzt sie meist einen größeren Korpus und erzeugt mehr Lautstärke sowie Brillanz. Westerngitarren werden in zahlreichen Musikrichtungen wie Folk, Country, Blues, Rock und Pop eingesetzt. Sie eignen sich sowohl für die Begleitung von Gesang als auch für Solospiel. Viele Musiker verwenden ein Plektrum, doch auch Fingerstyle-Techniken sind weit verbreitet. Unterschiedliche Korpusformen beeinflussen Klang und Spielgefühl. Aufgrund ihrer Vielseitigkeit zählt die Westerngitarre zu den beliebtesten und am häufigsten gespielten Gitarrenarten weltweit.
Wirbel
Wirbel, auch Stimmmechaniken genannt, befinden sich an der Kopfplatte der Gitarre und dienen zum Stimmen der Saiten. Durch Drehen der Wirbel wird die Spannung der Saiten verändert, wodurch sich deren Tonhöhe erhöht oder verringert. Hochwertige Mechaniken arbeiten präzise und sorgen für eine stabile Stimmung des Instruments. Sie bestehen meist aus Metall und enthalten Zahnräder, die eine feine Einstellung ermöglichen. Verschlissene oder minderwertige Wirbel können Stimmprobleme verursachen und die Spielqualität beeinträchtigen. Regelmäßige Pflege und Wartung verlängern ihre Lebensdauer. Stimmmechaniken gehören zu den wichtigsten Bauteilen einer Gitarre und beeinflussen ihre Zuverlässigkeit erheblich.








