Dort Saaleck, hier die Rudelsburg

1. Dort Saaleck, hier die Rudelsburg,
und unten tief im Tale
da rauschet zwischen Felsen durch
die alte liebe Saale;
und Berge hier und Berge dort
zur Rechten und zur Linken,
die Rudelsburg, das ist ein Ort,
zum Schwärmen und zum Trinken,
die Rudelsburg, das ist ein Ort,
zum Schwärmen und zum Trinken.

2. Das wissen die Studenten auch
in Jena und in Halle
und trinken dort nach altem Brauch
im Hof und auf dem Walle.
Umringt von moosigem Gestein,
wie klingen da die Lieder!
Die Saale rauscht so freudig drein,
die Berge hallen wider,
die Saale rauscht so freudig drein,
die Berge hallen wider.

3. O Vaterland, wie bist du schön
mit deinen Saatenfeldern,
mit deinen Tälern, deinen Höhn
und all den stolzen Wäldern!
O Vaterland, drum wollen wir
Dir unsre Lieder singen,
zu deinem Preise sollen hier
laut Herz und Becher klingen,
zu deinem Preise sollen hier
laut Herz und Becher klingen.

4. Wie tönet das ins Tal hinein
vom Felsen hoch hernieder,
– die Saale rauscht so freudig drein,
die Berge hallen wider;
und Berge hier und Berge dort
zur Rechten und zur Linken –
die Rudelsburg, das ist ein Ort,
zum Schwärmen und zum Trinken,
die Rudelsburg, das ist ein Ort,
zum Schwärmen und zum Trinken.

5. Was brauchen wir die Rudelsburg?
Was brauchen wir die Saale?
Wir haben doch den Greifenstein
Im schönen Schwarzatale;
und Berge hier und Berge dort
zur Rechten und zur Linken;
Der Greifenstein, das ist ein Ort,
zum Schwärmen und zum Trinken,
der Greifenstein, das ist ein Ort,
zum Schwärmen und zum Trinken.