Der Sperling

Der Sperling

Du liebes, kleines Spätzlein du,
Dort auf dem dürren Ast,
Warum schreist du denn immerzu,
Ach! weil du Hunger hast!

Der liebe Gott hat zugedeckt
Die Berge und das Thal,
Und unter weißen Schnee versteckt
Die Körnlein allzumal!

Der liebe Gott doch an dich denkt,
Komm Spätzlein, komm zu mir;
Mir hat er Brot genug geschenkt,
Davon geb ich auch dir!

So komm nur her, Grauröcklein du,
Gott hat es dir geschickt;
Friß dich hier satt in guter Ruh,
Nur fleißig aufgepickt!

Was klopfs’t du an das Fensterlein?
Dich friert es sicherlich;
So komme hurtig doch herein
Und wärm’ beim Ofen dich.