DER MAI IST GEKOMMEN

Der Mai ist gekommen | Gitarre Akkorde Noten Melodie Text

Der Mai ist gekommen

D Der Mai ist ge- G kom- D men,
die A7 Bäume schlagen D aus.
Da D bleibe, wer G Lust D hat,
mit A7 Sorgen zu D Haus.
Wie die A Wolken dort
E wandern am E7 himmlischen A Zelt,
so D steht mir der G Sinn
D in die A7 weite, weite D Welt.

Chords/Akkorde (Gitarre):
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Der Mai ist gekommen

EMPFEHLUNGEN A-Z

1. Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus.
Da bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus.
Wie die Wolken wandern am himmlischen Zelt,
So steht auch mir der Sinn in die weite, weite Welt.

2. Herr Vater, Frau Mutter, daß Gott euch behüt‘!
Wer weiß, wo in der Ferne mein Glück mir noch blüht.
Es gibt so manche Straße, da nimmer ich marschiert;
Es gibt so manchen Wein, den ich nimmer noch probiert.

3. Frisch auf drum, frisch auf im hellen Sonnenstrahl,
Wohl über die Berge, wohl durch das tiefe Tal!
Die Quellen erklingen, die Bäume rauschen all –
Mein Herz ist wie’ne Lerche und stimmet ein mit Schall.

4. Und abends im Städtchen, da kehr ich durstig ein:
Herr Wirt, mein Herr Wirt, eine Kanne blanken Wein!
Ergreife die Fiedel, du lustiger Spielmann du,
von meinem Schatz das Liedel das sing ich dazu.

5. Und find ich keine Herberg‘, so lieg‘ ich zur Nacht
wohl unter blauem Himmel, die Sterne halten Wacht.
im Winde die Linde, die rauscht mich ein gemach,
es küsset in der Früh‘ das Morgenrot mich wach.

6. O Wandern, o Wandern, Du freie Burschenlust!
Da wehet Gottes Odem so frisch in die Brust;
Da singet und jauchzet das Herz zum Himmelszelt:
Wie bist du doch so schön, o du weite, weite Welt!

 

Der Mai ist gekommen

EMPFEHLUNGEN A-Z

Der Mai gilt als Monat des Neubeginns und der erwachenden Natur. Kaum ein anderes deutsches Volkslied spiegelt diese Stimmung so treffend wider wie „Der Mai ist gekommen“. Seit Generationen begleitet es Frühlingsfeste, Schulfeiern und gemeinsames Singen in Familien. Der besondere Zauber des Liedes liegt in seiner eingängigen Melodie und den positiven Gefühlen, die es weckt.

Entstehung und Herkunft des Liedes

Der Text stammt von Emanuel Geibel, einem bedeutenden deutschen Dichter des 19. Jahrhunderts. Geibel verstand es, Naturstimmungen poetisch einzufangen, und schuf mit diesem Lied ein Werk, das weit über seine Zeit hinaus wirkt. Die Melodie basiert auf einer traditionellen Volksweise, deren genaue Herkunft nicht eindeutig belegt ist. Sie wurde vermutlich schon vor Geibels Text gesungen und später von unterschiedlichen Komponisten aufgegriffen, bevor sie in der heute bekannten Form verbreitet wurde.

Inhaltliche Bedeutung: Der Aufbruch in den Frühling

Im Mittelpunkt des Liedes steht die Ankunft des Frühlings. Die Natur erwacht, die Bäume schlagen aus, Blumen blühen und die Vögel singen. Das Lied lädt dazu ein, die Natur zu genießen und sich selbst in Bewegung zu setzen. Der Frühling wird dabei nicht nur als Jahreszeit beschrieben, sondern als Symbol für Lebensfreude, Freiheit und neue Möglichkeiten.

Besonders prägend ist der motivische Aufbruch des lyrischen Ichs. Es verabschiedet sich von Eltern und vertrauter Heimat, um die Welt zu erkunden. Dieser Schritt steht für Mut, Sehnsucht nach neuen Erfahrungen und den Wunsch nach persönlichem Wachstum – Themen, die auch heute noch viele Menschen ansprechen.

Naturverbundenheit und zeitlose Botschaften

Das Lied vermittelt eine tiefe Verbundenheit mit der Natur. Rauschende Bäume, helle Sonnenstrahlen, Quellen und Täler schaffen ein Bild einer harmonischen Landschaft, die Ruhe und Lebensfreude ausstrahlt. Gerade in einer Zeit, in der der Wert der Natur und das Bedürfnis nach Erholung im Freien wieder stärker wahrgenommen werden, bekommt diese Darstellung eine besondere Aktualität.

Die Botschaft des Liedes geht dabei über die reine Freude am Frühling hinaus. Es symbolisiert Hoffnung, Optimismus und die Wiederkehr des Lebenszyklus. Der Mai steht für neue Chancen, Lebensmut und Unbeschwertheit – Werte, die zeitlos sind und in jeder Generation wirken.

Verbreitung und moderne Interpretationen

Im Laufe der Jahre wurde „Der Mai ist gekommen“ in vielen verschiedenen Varianten interpretiert. Traditionelle Chöre, Volksmusikgruppen und sogar moderne Künstler haben eigene Versionen aufgenommen. Dadurch hat sich das Lied nicht nur im deutschen Sprachraum, sondern auch international verbreitet. Seine eingängige Melodie und seine fröhliche Stimmung machen es zu einem beliebten Stück bei Festen und kulturellen Veranstaltungen.

Ein Lied, das Generationen verbindet

„Der Mai ist gekommen“ ist weit mehr als ein klassisches Frühlingslied. Es ist ein musikalisches Symbol für Erneuerung, Lebensfreude und Hoffnung. Die Kombination aus poetischem Text und volkstümlicher Melodie macht das Lied zu einem festen Bestandteil der deutschen Kultur. Auch in Zukunft wird es Menschen jeden Alters begleiten, wenn der Frühling wieder ins Land zieht und die Natur zu neuem Leben erwacht.