AN DER ELBE STRAND

An der Elbe Strand
1. An der Elbestrand
liegt mein Vaterland.
Lieb’s von ganzer Seele,
aber meine Kehle
ist zu Haus am Rhein,
dürstet nur nach Wein.
2. Wem es Freude schafft,
trinke Bruderschaft.
Mit den kalten Fröschen
meinen Durst zu löschen,
hol ich mir vom Rhein
lebenswarmen Wein.
3. Spricht ein kluger Mund:
„Wein sei nicht gesund.“
Ei, so trink’ er keinen!
Doch mir will es scheinen:
Der, den Geist erfreut,
tut dem Leib kein Leid.
4. Mancher Medicus
trank sich aus dem Fluss.
Flüsse in die Glieder –
Wein und frohe Lieder
heißt man Rezipe,
widert jedes Weh.
5. Und muss einst es sein,
sterb’ ich doch am Wein –
lieber als an Pillen.
Vor dem letzten Willen
leer’ ich erst mein Fass
bis aufs letzte Glas.









