20
TRADITIONELLE STIMMUNGSLIEDER

TEXTE
1
Alle Vögel sind schon da
1. Alle Vögel sind schon da,
alle Vögel, alle.
Welch ein Singen, Musiziern,
Pfeifen, Zwitschern, Tiriliern!
Frühling will nun einmarschiern,
kommt mit Sang und Schalle.
2. Wie sie alle lustig sind,
flink und froh sich regen!
Amsel, Drossel, Fink und Star
und die ganze Vogelschar
wünschen dir ein frohes Jahr,
lauter Heil und Segen.
3. Was sie uns verkünden nun,
nehmen wir zu Herzen:
Wir auch wollen lustig sein,
lustig wie die Vögelein,
hier und dort, feldaus, feldein,
singen, springen, scherzen.
2
Im Wald da sind die Räuber
1. Ein Mädchen ging mal in den Wald,
ja in den grünen Wald.
Und als sie kam ins tiefe Tal
rief plötzlich eine Stimme: Halt!
Denn im Wald da sind die Räuber,
halli hallo die Räuber,
die war’n in sie verknallt.
2. Da rief ein wilder Räubersmann,
oh Mädchen werde mein.
Das Mädchen rief: Ich laß mich nicht
auf solche Sachen ein!
Laß uns lieber Brombeer’n pflücken,
ja lieber Brombeer’n pflücken,
ja das muß herrlich sein.
3. Und als sie aus dem Wald raus kam,
da schlug ihr Herz vor Glück.
Drum sehnt sie sich zum Brombeerstrauch
und in den Wald zurück.
Denn im Wald da sind die Räuber,
halli hallo die Räuber,
die machen gern Musik.
4. Und wenn du eine Schwiegermutter hast,
dann schick sie in den Wald
und setz sie auf den allerhöchsten Ast,
dann werden ihr die Füße kalt.
Denn im Wald da sind die Räuber,
halli hallo die Räuber,
die holen deine Schwiegermutter bald.
3
Horch, was kommt von draußen rein
1. Horch, was kommt von draußen rein? Hollahi! Hollaho!
Wird wohl mein Feinsliebchen sein, hollahia-ho.
Geht vorbei und schaut nicht rein, hollahi, hollaho,
wird’s wohl nicht ge-wesen sein, hollahia-ho.
2. Leute haben’s oft gesagt, hollahi, hollaho,
was ich für ein Feinsliebchen hab’, hollahiaho.
Lass sie reden, schweig fein still, hollahi, hollaho,
kann ja lieben, wen ich will, hollahiaho.
3. Wenn mein Liebchen Hochzeit hat, hollahi, hollaho,
ist für mich ein Trauertag, hollahiaho.
Geh’ ich in mein Kämmerlein, hollahi, hollaho,
trage meinen Schmerz allein, hollahiaho.
4. Wenn ich dann gestorben bin, hollahi, hollaho,
trägt man mich zum Grabe hin, hollahiaho.
Setzt mir einen Leichenstein, hollahi, hollaho,
pflanzt mir drauf Vergißnichtmein, hollahiaho.
5. Wenn ich dann im Himmel bin, hollahi, hollaho,
ist mein Liebchen auch darin, hollahiaho.
Denn es ist ein alter Brauch, hollahi, hollaho,
was sich liebt, das kriegt sich auch, hollahiaho.
6. Die Liebe ist ein Omnibus, hollahi, hollaho,
auf den man lange warten muss, hollahiaho.
Kommt er endlich angewetzt, hollahi, hollaho,
ruft der Schaffner: “Voll besetzt!”, hollahiaho.
4
Im Frühtau zu Berge
1. Im Frühtau zu Berge wir gehn, fallera,
es grünen die Wälder, die Höhn, fallera.
Wir wandern ohne Sorgen singend in den Morgen
noch eh im Tale die Hähne krähn.
Wir wandern ohne Sorgen singend in den Morgen
noch eh im Tale die Hähne krähn.
2. Ihr alten und hochweisen Leut’, fallera,
ihr denkt wohl, wir wären nicht gescheit, fallera.
Wer wollte aber singen, wenn wir schon Grillen fingen
in dieser herrlichen Frühlingszeit.
Wer wollte aber singen, wenn wir schon Grillen fingen
in dieser herrlichen Frühlingszeit.
3. Werft ab alle Sorgen und Qual, fallera,
und wandert mit uns aus dem Tal, fallera.
Wir sind hinausgegangen, den Sonnenschein zu fangen.
Kommt mit und versucht es doch selbst einmal.
Wir sind hinausgegangen, den Sonnenschein zu fangen.
Kommt mit und versucht es doch selbst einmal.
5
Das Wandern ist des Müllers Lust
1. Das Wandern ist des Müllers Lust,
das Wandern ist des Müllers Lust, das Wandern.
Das muß ein schlechter Müller sein,
dem niemals fiel das Wandern ein,
dem niemals fiel das Wandern ein, das Wandern.
2. Vom Wasser haben wir’s gelernt,
vom Wasser haben wir’s gelernt, vom Wasser:
Das hat nicht Rast bei Tag und Nacht,
ist stets auf Wanderschaft bedacht,
ist stets auf Wanderschaft bedacht, das Wasser.
3. Das sehn wir auch den Rädern ab,
das sehn wir auch den Rädern ab, den Rädern:
Die gar nicht gerne stillestehn,
die sich bei Tag nicht müde drehn,
die sich bei Tag nicht müde drehn, die Räder.
4. Die Steine selbst, so schwer sie sind,
die Steine selbst, so schwer sie sind, die Steine:
Sie tanzen mit den muntern Reihn,
und wollen gar noch schneller sein,
und wollen gar noch schneller sein, die Steine.
5. O Wandern, wandern, meine Lust,
o wandern, wandern, meine Lust, o wandern!
Herr Meister und Frau Meisterin,
laßt mich in Frieden weiterziehn,
laßt mich in Frieden weiterziehn und wandern!
6
Wenn die bunten Fahnen wehen
1. Wenn die bunten Fahnen wehen,
geht die Fahrt wohl übers Meer.
Wolln wir ferne Lande sehen,
fällt der Abschied uns nicht schwer.
Leuchtet die Sonne, ziehen die Wolken,
klingen die Lieder weit übers Meer.
2. Sonnenschein ist unsre Wonne,
wie er lacht am lichten Tag.
Doch es geht auch ohne Sonne,
wenn sie mal nicht scheinen mag.
Blasen die Stürme, brausen die Wellen,
singen wir mit dem Sturm unser Lied.
3. Hei, die wilden Wandervögel
ziehen wieder durch die Nacht,
singen ihre alten Lieder,
daß die Welt vom Schlaf erwacht.
Kommt dann der Morgen, sind sie schon weiter
über die Berge, wer weiß, wohin?
4. Wo die blauen Gipfel ragen,
lockt so mancher steile Pfad,
immer vorwärts, ohne Zagen,
bald sind wir dem Ziel genaht!
Schneefelder blinken, schimmern von ferne her,
Lande versinken im Wolkenmeer.
7
In Junkers Kneipe
1. In Junkers Kneipe, bei Bier und Pfeife,
da saßen wir beisamm.
Ein kühler Tropfen, vom besten Hopfen
uns durch die Kehle rann.
Ja, wenn die Burschen singen
und Klampfen klingen
und die Madel fallen ein,
was kann das Leben schöneres geben,
wir wollen glücklich sein!
2. Die alten Zeiten vorüber gleiten
und draußen tobt die Nacht.
Und immer wieder singen wir die Lieder
die uns so froh gemacht.
Ja, wenn die Burschen singen
und Klampfen klingen
und die Madel fallen ein,
was kann das Leben schöneres geben,
wir wollen glücklich sein!
3. Es ist so spät schon, der Wirt, der schläft schon,
das Bier wird langsam schal.
Doch eh‘ wir gehen zum Schlaf uns legen,
da singen wir nochmal.
Ja, wenn die Burschen singen
und Klampfen klingen
und die Madel fallen ein,
was kann das Leben schöneres geben,
wir wollen glücklich sein!
8
Ein Jäger aus Kurpfalz
1. Ein Jäger aus Kurpfalz,
der reitet durch den grünen Wald,
er schießt das Wild daher,
gleich wie es ihm ge-fällt.
2X: Juja, Juja, gar lustig ist die Jägerei
Allhier auf grüner Heid
Allhier auf grüner Heid
2. Auf! Sattelt mir mein Pferd
Und legt darauf den Mantelsack,
So reit’ ich hin und her
Als Jäger aus Kurpfalz.
2X: Juja, Juja, gar lustig ist die Jägerei
Allhier auf grüner Heid
Allhier auf grüner Heid
3. Hubertus auf der Jagd,
Der schoß ein’n Hirsch und einen Has’.
Er traf ein Mägdlein an,
Und das war achtzehn Jahr.
2X: Juja, Juja, gar lustig ist die Jägerei
Allhier auf grüner Heid
Allhier auf grüner Heid
4. Des Jägers seine Lust
Den großen Herren ist bewußt,
Jawohl, jawohl bewußt,
Wie man das Wildpret schuß.
2X: Juja, Juja, gar lustig ist die Jägerei
Allhier auf grüner Heid
Allhier auf grüner Heid
5. Wohl zwischen seine Bein,
Da muß der Hirsch geschossen sein,
Geschossen muß er sein,
Auf eins, zwei, drei.
2X: Juja, Juja, gar lustig ist die Jägerei
Allhier auf grüner Heid
Allhier auf grüner Heid
6. Jetzt reit’ ich nimmer heim,
Bis daß der Kuckuck, kuckuck schreit,
Er schreit die ganze Nacht
Allhier auf grüner Heid’!
2X: Juja, Juja, gar lustig ist die Jägerei
Allhier auf grüner Heid
Allhier auf grüner Heid
9
Wir lagen vor Madagaskar
1. Wir lagen vor Madagaskar
und hatten die Pest an Bord.
In den Kesseln, da faulte das Wasser
und täglich ging einer über Bord.
Ahoi, Kameraden, ahoi, ahoi!
Leb wohl, kleines Mädel, leb wohl, leb wohl!
Ja, wenn das Schifferklavier an Bord ertönt
Ja, dann sind die Matrosen so still, ja so still
Weil ein jeder nach seiner Heimat sich sehnt
Die er gerne einmal wiedersehen will.
2. Wir lagen schon vierzehn Tage,
kein Wind durch die Segeln uns pfiff.
Der Durst war die größte Plage,
da liefen wir auf ein Riff.
Ahoi, Kameraden, ahoi, ahoi!
Leb wohl, kleines Mädel, leb wohl, leb wohl!
Ja, wenn das Schifferklavier an Bord ertönt
Dann sind die Matrosen so still, ja so still
Weil ein jeder nach seiner Heimat sich sehnt
Die er gerne einmal wiedersehen will.
3. Der lange Hein war der erste,
er soff von dem faulen Naß.
Die Pest gab ihm das Letzte,
und wir ihm ein Seemannsgrab.
Ahoi, Kameraden, ahoi, ahoi!
Leb wohl, kleines Mädel, leb wohl, leb wohl!
Ja, wenn das Schifferklavier an Bord ertönt
Dann sind die Matrosen so still, ja so still
Weil ein jeder nach seiner Heimat sich sehnt
Die er gerne einmal wiedersehen will.
10
Amanda war ein schönes Kind
1. Amanda war ein schönes Kind,
fünf Jahre kaum vorüber.
Den Finger hält sie stets im Mund,
die Mutter schimpft darüber.
Den Finger haltend stets im Mund
kann man Amanda sehn.
Dann rufen alle Leute laut, wenn sie Amanda sehn.
Amanda, Amanda, Amanda, nimm die Hand da weg,
Amanda, Amanda, Amanda, lass das sein!
Amanda, Amanda, Amanda, nimm die Hand da weg,
Amanda, Amanda, Amanda, lass das sein!
2. Amanda wuchs zur Jungfrau ran,
war keusch und unberührt.
Da lernt sie kennen einen Mann,
mit dem hat sie poussiert.
Er wollt sie küssen auf den Mund
in heißer Liebesglut.
Amanda hielt die Hand davor,
sie hatte nicht den Mut.
Amanda, Amanda, Amanda, nimm die Hand da weg,
Amanda, Amanda, Amanda, lass das sein!
Amanda, Amanda, Amanda, nimm die Hand da weg,
Amanda, Amanda, Amanda, lass das sein!
3. Amanda schritt zum Traualtar
im keuschen Myrtenkranz.
Die Hochzeit ward gefeiert dann
in Pracht und Eleganz.
Doch als sie abends schlafen ging
mit ihrem Herrn gemahl,
da tönte aus dem Schlafgemach ein Riesenmordskrawall.
Amanda, Amanda, Amanda, nimm die Hand da weg,
Amanda, Amanda, Amanda, lass das sein!
Amanda, Amanda, Amanda, nimm die Hand da weg,
Amanda, Amanda, Amanda, lass das sein
4. Amanda war verheiratet wohl an die 30 Jahr.
Die Liebe ist schon abgekühlt,
der Mann hat graues Haar.
Und was er früher gern getan,
das ward ihm heut zu viel.
Drum tönt es aus dem Schlafgemach,
wenn Amanda noch mal will.
Amanda, Amanda, Amanda, nimm die Hand da weg,
Amanda, Amanda, Amanda, lass das sein!
Amanda, Amanda, Amanda, nimm die Hand da weg,
Amanda, Amanda, Amanda, lass das sein!
11
In einen Harung jung und schlank
1. In einen Harung jung und schlank,
zwo, drei, vier, ß ta ta, ti ral la la,
der auf dem Meeresgrunde schwamm,
zwo, drei, vier, ß ta ta, ti ral la la,
verliebte sich, o Wunder,
‘ne olle Flunder, ´ne olle Flunder,
verliebte sich, o Wunder, ´ne olle Flunder.
2. Der Harung sprach :”Du bist verrückt,
zwo, drei, vier, ß ta ta, ti ral la la,
du bist mir viel zu plattgedrückt.
zwo, drei, vier, ß ta ta, ti ral la la,
rutsch mir den Buckel ´runter,
du olle Flunder, du olle Flunder,
Rutsch mir den Buckel ´runter, du olle Flunder!”
3. Da stieß die Flunder auf den Grund,
zwo, drei, vier, ß ta ta, ti ral la la,
wo sie ´nen goldnen Rubel fund,
zwo, drei, vier, ß ta ta, ti ral la la,
ein Goldstück von zehn Rubel,
o welch ein Jubel, o welch ein Jubel!
Ein Goldstück von zehn Rubel, o welch ein Jubel!
4. Da war die olle Schrulle reich,
zwo, drei, vier, ß ta ta, ti ral la la,
da nahm der Harung sie sogleich,
zwo, drei, vier, ß ta ta, ti ral la la,
denn so ein alter Harung,
der hat Erfahrung, der hat Erfahrung,
Denn so ein alter Harung, der hat Erfahrung.
5. Und die Moral von der Geschicht?
zwo, drei, vier, ß ta ta, ti ral la la,
verlieb dich in ‘nen Harung nicht;
zwo, drei, vier, ß ta ta, ti ral la la,
denn so ein alter Harung,
der hat Erfahrung, der hat Erfahrung,
denn so ein alter Harung, der hat Erfahrung.
12
Wahre Freundschaft
1. Wahre Freundschaft soll nicht wanken,
wenn sie gleich entfernet ist.
Lebet fort noch in Gedanken
und der Treue nicht vergisst.
Lebet fort noch in Gedanken
und der Treue nicht vergisst.
2. Keine Ader soll mir schlagen
wo ich nicht an dich gedacht;
für dich werd ich Liebe tragen
bis in tiefe Todesnacht,
für dich werd ich Liebe tragen
bis in tiefe Todesnacht.
3. Wenn der Mühlstein traget Reben,
und daraus fließt süßer Wein,
wenn der Tod mir nimmt das Leben,
hör ich auf dein Freund zu sein,
wenn der Tod mir nimmt das Leben,
hör ich auf dein Freund zu sein.
4. Jetzo schlägt die Trennungsstunde,
reißt gewaltsam mich von dir;
es schlägt zu früh die Scheidestunde,
ach, ich fand mein Glück in dir,
es schlägt zu früh die Scheidestunde,
ach, ich fand mein Glück in dir!
5. So nimm denn hin vom blassen Munde
den Abschiedskuß, der weinend spricht,
und denk an diese Trennungsstunde,
oh einz’ger Freund, vergiß mein nicht,
und denk an diese Trennungsstunde,
oh einz’ger Freund, vergiß mein nicht!
6. Im Stillen werd ich Tränen weinen
und träumend dir zur Seite stehn,
und seh ich Gottes Sonne scheinen
werd ich für dich um Segen flehn,
und seh ich Gottes Sonne scheinen
werd ich für dich um Segen flehn.
13
Horch, was kommt von draußen rein
1. Horch, was kommt von draußen rein? Hollahi! Hollaho!
Wird wohl mein Feinsliebchen sein, hollahia-ho.
Geht vorbei und schaut nicht rein, hollahi, hollaho,
wird’s wohl nicht gewesen sein, hollahia-ho.
Empfehlungen
2. Leute haben’s oft gesagt, hollahi, hollaho,
was ich für ein Feinsliebchen hab’, hollahiaho.
Lass sie reden, schweig fein still, hollahi, hollaho,
kann ja lieben, wen ich will, hollahiaho.
3. Wenn mein Liebchen Hochzeit hat, hollahi, hollaho,
ist für mich ein Trauertag, hollahiaho.
Geh’ ich in mein Kämmerlein, hollahi, hollaho,
trage meinen Schmerz allein, hollahiaho.
4. Wenn ich dann gestorben bin, hollahi, hollaho,
trägt man mich zum Grabe hin, hollahiaho.
Setzt mir einen Leichenstein, hollahi, hollaho,
pflanzt mir drauf Vergißnichtmein, hollahiaho.
5. Wenn ich dann im Himmel bin, hollahi, hollaho,
ist mein Liebchen auch darin, hollahiaho.
Denn es ist ein alter Brauch, hollahi, hollaho,
was sich liebt, das kriegt sich auch, hollahiaho.
6. Die Liebe ist ein Omnibus, hollahi, hollaho,
auf den man lange warten muss, hollahiaho.
Kommt er endlich angewetzt, hollahi, hollaho,
ruft der Schaffner: “Voll besetzt!”, hollahiaho.
14
Im Krug zum grünen Kranze
1. Im Krug zum grünen Kranze
da kehrt ich durstig ein.
Da saß ein Wandrer drinnen,
am Tisch beim kühlen Wein.
Da saß ein Wandrer drinnen,
am Tisch beim kühlen Wein.
2. Ein Glas ward eingegossen,
Das wurde nimmer leer!
Sein Haupt ruht auf dem Bündel,
als wärs ihm viel zu schwer.
Sein Haupt ruht auf dem Bündel,
sls wärs ihm viel zu schwer.
3. Ich tät mich zu ihm setzen,
Ich sah ihm ins Gesicht,
Das schien mir gar befreundet
und dennoch kannt’ ich’s nicht.
Das schien mir gar befreundet
Und dennoch kannt’ ich’s nicht.
4. Da sah auch mir ins Auge
Der fremde Wandersmann
Und füllte meinen Becher,
und sah mich wieder an.
Und füllte meinen Becher,
und sah mich wieder an.
5. Hei! wie die Becher klangen,
Wie brannte Hand in Hand,
Es lebe die Liebste deine,
Herzbruder im Vaterland!
Es lebe die Liebste deine,
Herzbruder im Vaterland!
15
Jetzt kommen die lustigen Tage
1. Jetzt kommen die lustigen Tage, Schätzel, ade,
und das ich es dir auch gleich sage,
es tut mir gar nicht weh.
Und im Sommer, da blüht der rote, rote Mohn
und ein lustiges Blut kommt überall davon.
Schätzel ade, ade, Schätzel, ade!
Schätzel ade, ade, Schätzel, ade!
2. Im Sommer, da müssen wir wandern, Schätzel, ade,
und küssest du gleich einen andern,
wenn ich es nur nicht seh.
Und seh ich’s im Traum,
so red’ ich mir halt ein,
ach, es ist ja nicht wahr,
es kann ja gar nicht sein.
Schätzel ade, ade, Schätzel, ade!
Schätzel ade, ade, Schätzel, ade!
3. Und kehr ich dann einstmals wieder, Schätzel, ade.
So sing ich die alten Lieder,
vorbei ist all mein Weh.
Und bist du mir gut
wie einstmals im Mai,
so bleib ich bei dir
auf ewige Treu.
Schätzel ade, ade, Schätzel, ade!
Schätzel ade, ade, Schätzel, ade!
16
Ein Heller und ein Batzen
1. Ein Heller und ein Batzen,
die waren beide mein, ja mein,
Der Heller ward zu Wasser,
der Batzen zu Wein, ja Wein,
Der Heller ward zu Wasser, der Batzen zu Wein.
2. Die Wirtsleut und die Mädel,
die rufen beid‘: „Oh weh!
Die Wirtsleut, wenn ich komme,
die Mädel, wenn ich geh.
Die Wirtsleut, wenn ich komme,
die Mädel, wenn ich geh.
3. Mein Strümpf die sind zerrissen,
mein Stiefel sind entzwei.
Und draußen auf der Heide,
da singt der Vogel frei.
Und draußen auf der Heide,
da singt der Vogel frei.
4. Und gäb’s kein Landstraß nirgends,
da säß ich still zu Haus.
Und gäb’s kein Loch im Fasse,
da tränk ich gar nicht draus!
Und gäb’s kein Loch im Fasse,
da tränk ich gar nicht draus!
5. Das war ’ne wahre Freude,
als mich der Herrgott schuf.
Ein Kerl wie Samt und Seide,
nur schade, daß er suff.
Ein Kerl wie Samt und Seide,
nur schade, daß er suff.
17
Ja wir sind mit’m Radl da
1. Ja, wir sind mit’m Radl da,
Resi, Rudi und Papa,
und das Baby samt Mama,
Ja sogar die Großmama
radelt mit nach Afrika:
Ja, wir sind mit’m Radi da!
2. Ja, wir sind mit’m Radl da!
Salz und Pfeffer, Paprika
helfen bei Malaria,
Schnaps hilft gegen Cholera,
Radeln gegen Podagra:
Ja, wir sind mit’m Radi da.
3. Ja, wir sind mit’m Radl da,
Resi, Rudi und Papa,
und das Baby samt Mama,
Ja sogar die Großmama
radelt mit nach Afrika:
Ja, wir sind mit’m Radi da!
18
Heute an Bord morgen geht’s fort
1. Heute an Bord, morgen geht’s fort
Schiff auf hoher See.
Rings um uns her nur Wellen und Meer,
ist alles, was ich seh.
Hell die läser klingen,
ein frohes Lied wir singen.
Mädel, schenke ein, es lebe Lieb und Wein,
leb wohl, auf Wiedersehn
2. Verschwunden das Land, verschwunden der Strand,
Schiff auf hoher See!
Himmel und Meer, rings um uns her,
alles, was ich seh.
Hell die Gläser klingen, ein frohes Lied wir singen,
Mädel, schenk ein, es lebe Lieb’ und Wein,
lieb Heimatland, ade.
Hell die Gläser klingen, ein frohes Lied wir singen,
Mädel, schenk ein, es lebe Lieb’ und Wein,
lieb Heimatland, ade.
3. Im Kampfe wir sind, mit Wellen und Wind
auf dem Ozean!
In Not und Gefahr, sind wir immerdar
stets ein ganzer Mann!
Hell die Gläser klingen, ein frohes Lied wir singen,
Mädel, schenk ein, es lebe Lieb’ und Wein,
lieb Heimatland, ade.
Hell die Gläser klingen, ein frohes Lied wir singen,
Mädel, schenk ein, es lebe Lieb’ und Wein,
lieb Heimatland, ade.
4. Nimmer zurück, schweift unser Blick,
Frischen Mut’s voraus!
Ob Schnee oder Eis, ob Sonne brennet heiß,
was machen wir uns d’raus!
Hell die Gläser klingen, ein frohes Lied wir singen,
Mädel, schenk ein, es lebe Lieb’ und Wein,
lieb Heimatland, ade.
Hell die Gläser klingen, ein frohes Lied wir singen,
Mädel, schenk ein, es lebe Lieb’ und Wein,
lieb Heimatland, ade.
19
Schön ist der Zylinderhut
1. Schön ist der Zylinderhut, jupheidi, jupheida.
Wenn man ihn besitzen tut, jupheidi heida.
Doch von ganz besondrer Güte
Sind stets zwei Zylinderhüte.
Jupheidi jupheida, jupheidi, videallala
Jupheidi jupheida, Jupheidi heia.
2. Hat man der Zylinder drei, jupheidi, jupheida,
hat man einen mehr als zwei, jupheidi heida.
Vier Zylinder, das sind grad’
zwei Zylinder zum Quadrat.
Jupheidi jupheida, jupheidi, viderallala
Jupheidi jupheida, Jupheidi heida.
3. Fünf Zylinder sind genau, jupheidi, jupheida,
für drei Kinder, Mann und Frau, jupheidi heida,
sechs Zylinder, das ist toll,
mach’n das halbe Dutzend voll.
Jupheidi jupheida, jupheidi, viderallala
Jupheidi jupheida, Jupheidi heida.
4. Sieben Zylinder sind genug, jupheidi, jupheida,
für ´nen kleinen Leichenzug, jupheidi heida;
hat man der Zylinder acht,
wird der Pastor auch bedacht.
Jupheidi jupheida, jupheidi, viderallala
Jupheidi jupheida, Jupheidi heida.
5. Hat man der Zylinder neun, jupheidi, jupheida,
kriegt der Küster auch noch ein’n, jupheidi heida;
zehn Zylinder sind bequem
für das Dezimalsystem.
Jupheidi jupheida, jupheidi, viderallala
Jupheidi jupheida, Jupheidi heida.
6. Elf Zylinder, o, wie fein, jupheidi, jupheida,
sind zwölf Zylinder minus ein’n, jupheidi heida;
zwölf Zylinder, o wie schön,
würden den Aposteln steh´n.
Jupheidi jupheida, jupheidi, viderallala
Jupheidi jupheida, Jupheidi heida.
20
Bolle reiste jüngst zu Pfingsten
1. Bolle reiste jüngst zu Pfingsten, nach Pankow war sein Ziel.
Da verlor er seinen Jüngsten, ganz plötzlich im Jewühl.
Ne volle halbe Stunde, hat er nach ihm jespürt.
Aber dennoch hat sich Bolle, janz köstlich amüsiert.
Aber dennoch hat sich Bolle, janz köstlich amüsiert.
2. In Pankow gabs kein Essen, in Pankow gabs kein Bier.
War alles aufjefressen, von fremden Gästen hier.
Nich mal ‘ne Butterstulle, hat man ihm reserviert!
Aber dennoch hat sich Bolle, Janz köstlich amüsiert.
Aber dennoch hat sich Bolle, Janz köstlich amüsiert.
3. Auf der Schöneholzer Heide, da gabs ‘ne Keilerei.
Und Bolle, gar nicht feige, war feste mang dabei.
Hat’s Messer rausgezogen, und fünfe massakriert.
Aber dennoch hat sich Bolle, Janz köstlich amüsiert.
Aber dennoch hat sich Bolle, Janz köstlich amüsiert.
4. Es fing schon an zu tagen, als er sein Heim erblickt.
Das Hemd war ohne Kragen, das Nasenbein zerknickt.
Das rechte Auge fehlte, das linke marmoriert.
Aber dennoch hat sich Bolle, Janz köstlich amüsiert.
Aber dennoch hat sich Bolle, Janz köstlich amüsiert.
5. Als er nach Haus gekommen, da ging’s ihm aber schlecht.
Da hat ihn seine Olle janz, mörderisch verdrescht!
Ne volle halbe Stunde, hat sie auf ihm poliert.
Aber dennoch hat sich Bolle, Janz köstlich amüsiert.
Aber dennoch hat sich Bolle, Janz köstlich amüsiert.









